Unterwegs...

...in meiner Hand eine Zigarette, in meinem Kopf ein Schwindel, ich setze mich, die Lastwaegen fuellen ihre Tanks auf, die Sonne ist gerade untergegangen, Alan hat sein schwarzes T-Shirt in ein rotes umgetauscht. Dieser Schwindel gefaellt mir...wir sind unterwegs, das Ziel: Sao Paulo, fehlen noch ungefaehr 4000 Kilometer, 10 haben wir zurueckgelegt, zu Fuss, nun wollen wir per Anhalter weiter. Willi schlaeft unter den Rucksaecken, der Punk Fabricio begleitet uns, wir sprechen die Leute an. In Sao Paulo will Alan seine Dokumente nachmachen, die ihm in Bolivien geklaut wurden. Wir haben uns entschlossen diese Strecke auf uns zu nehmen, denn mit Ausweis laesst es sich einfacher reisen, diesen kann er jedoch nur in seiner Heimatstadt erhalten. Aussserdem hat er schon seit drei Jahren seine Familie und kleine Tochter nicht mehr gesehen. In den letzten Tagen hatten wir immer wieder von neuem ueberlegt: Sao Paulo oder Dschungel mit Fahrraedern? Die Muenze haben wir dreimal geworfen, beim letzten Mal hat sie sich fuer die Hauptstadt entschieden. Nun warten wir hier in der nacht, ein Auto faehrt in die naechst groessere Stadt, es hat nur einen Platz, Fabricio faehrt mit. Nun ist die Zeit wo die Moskitos unertraeglich werden, den Pappbecher fuellen wir immer wieder mit Cafe auf, es hilft nichts die Muedigkeit siegt, das Zelt wird aufgebaut, morgen versuchen wir unser Glueck. Am naechsten Tag, Alan ist gerade duschen, spreche ich ein Auto an, mehr spanisch als portugisisch frage ich ob sie uns bis nach Arequemis mitnehmen, ja sagen sie, ich koennte meine deutsche Freundin rufen. Als sie dann einen Brasilianer mit Piercing, Tattoo und Hund sehen, schwindet ihre Begeisterung, doch schon sitzen wir im Auto nach Arequemis, wo wir Fabricio wieder treffen.
In Arequemis angekommen warten wir bis das Tattoostudio oeffnet, weil Fabricio dort seinen Rucksack gelassen hat. Halbstuendlich lass ich das kalte Wasser der Tankstellendusche ueber mich rieseln um die Hitze abzuschuetteln, sie scheint sich in mir eingeniestet zu haben, alles ist fettig, feucht. Eine Mauer wird blau gestrichen, Fabricio versucht ein paar Lieder aus der Gitarre rauszubringen, die wir besitzen, obwohl niemand spielen kann, er lehnt sie frustriert an den Baum, warum muss man auch die Dinge immer erst lernen, und kann nicht einfach die Faehigkeit besitzen? Wir ziehen ins Tattoostudio ein, ich tausche Armbaender gegen Schmetterlinge....Und dann ist Willi weg, ein Mann hat gesehen, wie zwei Jungs mit ihm im Arm davon sind...Ich beginne zu Laufen, durch die ganze Stadt, der Schmetterling verhilft mir nun auch nicht zu m Fliegen...er brennt... Fliegen, dass ist es was ich moechte, ueber die ganze Stadt und in alle Haeuser reinschauen bis ich Willi finde...Blut vermischt sich mit schwarzer Farbe...es ist spaet, morgen werden wir Arequemis auf den Kopf stellen bis wir Willi finden!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

18.9.07 21:14

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